Gedanken sind der Stoff, aus dem die Filme unserer Realität gemacht sind.

Es können die schönen Komödien, die Romanzen, aber auch die Dramen und Horrorfilme sein, die gerade auf dem Spielplan stehen.

Klar wollen wir am liebsten Komödien und Romanzen und echte Erfolgsstorys sehen. Doch die Dramen und Horrorfilme haben uns in den meisten Fällen viel häufiger im Griff.

Sobald es ruhig wird, werden diese Streifen in einer Endlosschleife abgespielt. Deshalb ist es leichter, sich abzulenken, um sie gar nicht wahrnehmen und aushalten zu müssen, oder zumindest nur gedämpft.

Das ist auch der Grund, weshalb es uns häufig so schwerfällt, die Ruhe und die Still auszuhalten.

Dabei gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, wie du dich von den schlechten Filmen in deinem Kopf weniger beeinflussen lassen kannst.

Hör' am besten gleich rein, dann verrate ich dir!

Ich wünsche dir viel Freude beim Wahrnehmen und Entdecken!

Herzliche Grüße und bis bald,
deine Carina

Shownotes:

Du kannst dich natürlich auch gerne mit mir verbinden:

Ganz, wie du magst! Ich freue mich auf jeden Fall, dich zu treffen!

Dir hat diese Folge gefallen?

Dann abonniere meinen Podcast für wunderbare Gedanken auf dem Kanal, der dir am nächsten ist, zum Beispiel über iTunes oder Spotify. Ich freue mich auch riesig über eine ✨Sternebewertung✨von dir. Das hilft auch anderen dabei, meinen Podcast besser zu finden und sich inspirieren zu lassen.

Du liest lieber? Dann kommt hier der Text für dich:

Heute möchte ich dich gerne mit auf eine Reise nehmen zu einem Thema, das ich in der vergangenen Woche auf meinen Social-Media-Kanälen gepostet hatte: "Kannst du Ruhe aushalten?"

Das ist eine spannende Frage, wie ich finde. Natürlich kamen da viele Kommentare. Dass das früher nicht ging, aber jetzt geht und über verschiedene Strategien, wie man zur Ruhe kommt, z. B. in den Wald gehen oder in die Natur oder meditieren usw.

Mit dir möchte ich das heute noch mal näher beleuchten, noch mal auf eine andere Weise anschauen.

Um sich selbst zu führen muss man sich selbst bewusst sein

Anfangen möchte ich mit einer Geschichte: ich war vor einigen Jahren - ich kann dir nicht mehr genau sagen, wann das war, ich glaube es war 2011 oder 2012 - auf einem Seminar. Bei diesem Seminar ging es um das Thema Selbstbewusstsein. Also wie ich mir meiner selbst mehr bewusst sein kann. Es war kein Selbstfindungsseminar, sondern tatsächlich ein Seminar für Führungskräfte und angehende Führungskräfte. Es ging darum zu schauen, wie man sich selbst gut führen kann. Denn um sich selbst gut führen zu können, muss man sich selbst ja auch bewusst sein.

Das Seminar ging vier Tage. An einem Abend hatten wir eine Aufgabe: wir sollten eine sogenannte rote Linie übertreten. Das hätten wir auf unterschiedliche Arten machen können. Die eine Art war, etwas zu tun, was du dich normalerweise nicht trauen würdest. Der zweite Weg war etwas in die Richtung „Unfinished business“. Also Dinge, die offen sind. Nicht auf deiner To-Do-Liste offen sind, sondern Dinge, die du eigentlich gerne angehen wolltest, die du aber schon lange nicht getan hast. Ein Teilnehmer hat z. B. versucht seinen Bruder anzurufen, mit dem er schon ganz lange keinen Kontakt mehr hatte, weil es da ein Missverständnis gab. Er hat diese Aufgabe zum Anlass genommen das zu tun. Ein dritter Weg war gar nichts zu tun. Wirklich gar nichts zu tun. Und wenn ich sage nichts, meine ich nichts. Einfach nur dich hinsetzen oder hinlegen und die Stille aushalten. Und das ist das, was ich mit diesem Post meinte. Ich wusste schon damals, dass das für mich keine Option war. Aus zwei Gründen.

Meine Gedanken waren nicht immer nett

Zum einen: Ich kann die rote Linie nur dann überschreiten, wenn ich auch wirklich etwas tue. „Überschreiten“, das ist ein „Tun-Wort“ und hat für mich was mit „tun“ zu tun. Also musste ich auch was tun. Natürlich. Und ich habe getan!

 

Der zweite Grund: weil ich es nicht gekonnt hätte. Ich konnte nicht allein sein mit mir und meinen Gedanken. Das waren zu viele. Die haben mich überfordert. Die waren auch nicht immer nett. Ich wollte die gar nicht aushalten müssen, also war ich lieber irgendwie beschäftigt. Und ich hätte alles lieber getan! Ich hätte mich auch auf dem Kiez auf den Tresen gestellt und ein Gedicht vorgetragen. Wäre mir vollkommen egal gewesen. Das ist etwas, von dem ich der Meinung bin, dass man das nicht zu 100 % lernen kann. Ruhe und Stille und die eigenen Gedanken auszuhalten. Denn wir neigen einfach dazu, wenn uns unsere Gedanken nicht gefallen, umzuschalten. Wie beim Fernsehen. Wenn dir das Programm nicht gefällt oder wenn gerade Werbung kommt, dann schaltest du einfach weg. Das will niemand sehen. Bevor unschöne Gedanken kommen, lenken wir uns lieber ab. Wir telefonieren, wir treffen uns mit Freunden, wir arbeiten, wir spielen irgendwelche Dinge. Weil es anstrengend sein kann, mit den eigenen Gedanken allein zu sein. Weil sie wirklich nicht immer nett sind.

Diese Gedanken waren plötzlich da

Ich hatte gestern 1-2 Stunden lang diesen Moment, in dem ich das bei mir gemerkt habe, dass es mir in dem Moment gerade mal wieder schwergefallen ist, meine Gedanken auszuhalten. Ich war allein, ich hatte niemanden zum Sprechen direkt in meiner Nähe. Ich habe das gar nicht gemerkt. Diese Gedanken sind einfach plötzlich aufgekommen. Sie waren plötzlich einfach da. Ich habe es tatsächlich erst gemerkt als ich mich unwohler gefühlt habe. Durch diese Gedanken.

Wenn ich merke, dass ich mich unwohl fühle, dann schaue ich als allererstes mal in meinem Kopf was da so los ist. Denn in 99,9 % der Fälle liegt es an dem, was da gerade vonstattengeht. Und was habe ich getan? Ich habe nichts getan. Ich habe gewartet. Ich habe es ausgehalten. In diesem Zeitraum schwanke ich dann. Ich bin mal sehr nahe an meinen Gedanken. Das bedeutet, dass ich wirklich denke, dass es wahr ist. Dass ich sie als wahr empfinde, als wäre tatsächlich meine Welt genau das.

Und dann drifte ich wieder weg und merke „Hey Carina, das sind nur deine Gedanken und die sind gerade nicht wahr. Sie sind da, aber sie sind gerade nicht wahr.“ Dann kann ich sie wie Wolken an mir vorbeiziehen lassen. Als würde ich im Kino sitzen und der Film plätschert einfach so dahin. So wechsle ich immer. Manchmal sitze ich näher an der Leinwand, sodass ich denke, ich spiele wirklich tatsächlich mit. 3D Kino! Und dann sitze ich wieder weiter hinten im 2D Kino.

Die Qualität von Gedanken bestimmten unser Erleben

Dass wir unsere Gedanken einfach mal aushalten. Dass es in dem Moment nichts zu tun gibt. Es gibt nichts zu verbessern an deinem Mindset. Es gibt nichts was du aufgrund dieser Momente verändern musst in deinem Leben. Wenn es etwas zu verändern gibt in deinem Leben, dann wirst du das aus einer anderen Kraftquelle her spüren. Du wirst einen anderen Impuls bekommen. Dieser Impuls hat eine ganz andere Qualität. Die Qualität von diesen Gedanken, die wir manchmal aushalten, die bestimmen unser Erleben in diesem Moment. Wie wir uns fühlen und wie wir vielleicht auch Dinge gerade im Außen wahrnehmen. Aber sie müssen nicht der Anlass dafür sein, dass gerade mit mir oder mit dir etwas nicht stimmt. Das ist nicht wahr. Wenn wir merken, dass etwas anders werden soll, dann verändert sich die Qualität des Impulses, den wir bekommen.

Ich wünschte so sehr, dass wir Menschen nicht mehr so viel Angst davor haben auch einfach mal unsere Gedanken aushalten zu können, sodass wir die Stille wieder aushalten können. Denn was passiert denn, wenn wir uns immer nur ablenken? Die Gedanken kommen wieder. Es ist wie mit meinen Katzen: auch wenn ich sie ignoriere, die halten länger durch als ich. Es ist also gescheiter, ich steh gleich auf, dann habe ich es hinter mir. So ähnlich ist es auch mit unseren Gedanken.

Wenn wir immer nur versuchen sie zu dämpfen, sie runter zu drehen, sie zu verändern, sie nicht wahrnehmen zu müssen, dann werden sie immer wieder kommen. Es liegt an uns einen Weg zu finden diese Gedanken haben zu können und gleichzeitig zu merken „Hey, ich kann mich in meinem ganz eigenen Kopfkino auch hinten auf den letzten Platz setzen. Die Gedanken müssen nicht so nah an mir dran sein, weil ich genau weiß, dass dieser Film auch wieder endet.“

Ich glaube, dann hätten wir alle ein wenig mehr Ruhe im Kopf und ein ruhigeres Leben. Davon bin ich überzeugt. Und all diese ganzen „Mindset sonst irgendwas Dinge“, die würden wir so nicht brauchen. Dann würden wir es auch erkennen, dass wir sie so nicht brauchen.

Mich würde es interessieren, wie es dir damit geht. Melde dich doch bei mir. Schreibe mir eine E-Mail an post@carinaschimmel.de oder direkt auf meinen sozialen Kanälen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Tag und eine energiereiche Zeit.

Wer schreibt, spricht und inspiriert hier?​

Das bin ich, Carina!

Wenn ich nicht schreibe oder Interviews führe, begleite ich Menschen dabei, einen Weg aus ihrem Gedankenchaos und hinein in ein Energie ✺ reiches Leben zu finden.

Hast du auch gerade ein Zuviel an Gedanken und Emotionen und wünschst dir wieder mehr Ruhe im Kopf?

Dann komm doch einfach bei Redebedarf vorbei. Dort ist der Raum für deine Gedanken und du kannst dir wieder Luft machen und Klarheit gewinnen.