Heute hatte ich ein wundervolles Gespräch mit einer sehr interessanten Frau. Sie meldete sich bei mir, nachdem ich vor kurzem dazu aufgerufen hatte, dass ich gerne neue Menschen kennenlernen will.

Wir unterhielten uns über mich, über sie, und über Gott und die Welt, wie man so schön sagt.

Ich erzählte ihr davon, wo ich derzeit stehe. Dass ich nach einem Todesfall im letzten Jahr bemerkte, dass ich mein Leben und Arbeiten neu sortieren will. Ich erzählte ihr auch von meinem Podcast-Projekt (das sie bereits kannte) und dass ich immer mehr spüre, dass ich mir ein Leben und Arbeiten auf der Basis von wunderbaren Gedanken aufbauen will, ohne zu wissen, wie das wirklich gehen soll. Und ich berichtete ihr, dass ich auf diesem Weg gerade einfach meinen Impulsen folge. Manche davon setze ich um, manche davon bleiben was sie sind – Impulse.

Sie hörte mir aufmerksam zu und stellte mir schließlich diese Frage:

„Carina, wie machst du das dann mit dem Vertrauen?“

Oder, in meinen Worten formuliert, wenn ich gerade einfach nur meinen Impulsen folge und einige von ihnen umsetzte, woher kommt dann mein Vertrauen, dass ich tatsächlich irgendwo ankomme?

Ich überlegte kurz und berichtete ihr von meinen Gedanken dazu:

An manchen Tagen fühle ich mich ganz sicher. Ich fühle meine Füße auf der Erde stehen, ich fühle mich getragen und stabil und ich fühle dieses vollkommen überzeugende Wissen in mir, dass das, was ich gerade tue, genau das ist, was gerade dran ist.

An manchen anderen Tagen jedoch fühle ich mich unsicher. Ich frage mich selbst, ob ich einen Knall habe, was ich mir überhaupt denke und ob ich mir darüber im Klaren sei, dass ich gerade alles hier an die Wand fahren könnte.

Und manchmal wechseln diese Gedanken täglich mehrmals und brechen die wildesten Diskussionen mit den fiesesten Szenarien der Zukunft vom Zaun. Was soll ich sagen, ich bin eben auf allen Ebenen ziemlich kreativ.

Doch was ich auch spüre ist, dass sich die Gedanken an den „guten“ Tagen wahr anfühlen. Nicht nur echt, sondern wirklich wahrhaftig. Sie fühlen sich an, als würden sie von einem Ort kommen, wo mehr Wissen und Weisheit lebt, als in meinem bewussten Verstand.

Und ich spüre, dass sich die Gedanken an den „schlechten“ Tagen anfühlen, wie aus der Angst geboren. Aus einer Angst vor künftigen Ereignissen, die jedoch heute noch nicht eingetreten sind und es vielleicht auch niemals werden. Sie fühlen sich an, als wäre ein Löwe im Raum und ich würde gegen diesen Löwen kämpfen müssen. Nur, dass es überhaupt keinen Löwen im Raum gibt und folglich gibt es für mich auch keinen Grund dafür, mich so zu verhalten, als wäre einer vorhanden. Verstehst du was ich meine?

Als ich endete, nickte meine Gesprächspartnerin und sagte mir, dass sie einfach gerne immer wissen würde, was passieren wird. Sie würde gerne die Kontrolle behalten. Und ja, ich konnte sie so gut verstehen.

Doch dann, sagte ich zu ihr, würden wir dem Leben so viel Spielraum nehmen und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie häufig sind bereits Dinge in meinem Leben geschehen, die ich niemals für möglich gehalten hätte? Wie oft sind Möglichkeiten auf mich zu gekommen, auf die ich selbst niemals gekommen wäre?

Das Leben ist so unendlich kreativ darin, wie es sich entfaltet.

Ebenso könnten wir versuchen, der Natur vorzuschreiben, wo sie etwas wachsen lassen dürfte. Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber bei mir funktioniert das nicht einmal mit dem Unkraut.

Und doch, wie schon gesagt, kann ich es so gut verstehen, dieses wissen wollen, diesen Drang nach Sicherheit.

Vor einigen Wochen, erzählte ich ihr weiter, hatte ich eine Erkenntnis für mich, was diesen Wunsch nach Sicherheit für meine Zukunft angeht.
Im Jahr 2005 hatte meine Mama einen sehr schweren Autounfall und wir hätten sie beinahe verloren. Ich war am Telefon, als die Polizei anrief, um uns darüber zu informieren, was passiert ist.

Ich war wie vom Donner getroffen. Doch obwohl ich eine solche Situation noch nie erlebt hatte, war mir vollkommen klar, was ich zu tun hatte.
Ich informierte meine ganze Familie, die Arbeitsstelle meiner Mutter, packte Waschsachen und Kleidung für sie ein, während mein Papa Kaffee kochte und so fuhren wir los, um meiner Mama beizustehen. Es ging alles gut aus!

Als ich so darüber nachdachte, merkte ich, dass es noch mehr (weniger nervenaufreibende) Ereignisse in meinem Leben gab. Diese ganzen Ereignisse zeigten mir, dass egal welche Situation das Leben für mich parat hatte, ich habe einen Weg gefunden, damit umzugehen.
Egal, welche Situation das Leben mir also in Zukunft bieten wird, ich weiß, dass ich die Fähigkeit habe, Wege zu finden, damit umzugehen.
Das ist mein Vertrauen in das Leben.

Ich kann weder kontrollieren, wie sich das Leben entfaltet noch, was alles auf mich zukommen wird. Was ich aber tun kann, ist auf meine Fähigkeiten zu vertrauen, mit dem Leben umgehen zu können.

Vielleicht ähnlich wie bei Eltern mit ihren Kindern. Keine Ahnung, wie sich das Kind entwickeln wird und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, aber sie werden in der Lage sein, in diesen Situationen Wege zu finden.

So mache ich das mit dem Vertrauen. Und du? Wie steht es um dein Vertrauen gerade? Und wie machst du das mit dem Vertrauen?

Ich freue mich darauf, deine Erfahrungen zu lesen. Hinterlasse mir gerne gleich hier einen Kommentar oder schreibe mir über post@carinaschimmel.de.

Und wenn du auch so eine Frage hast wie meine heutige Gesprächspartnerin, so á la „Carina, wie machst du das mit…?“, dann schreibe mir und ich werde sie so gut ich kann beantworten.

Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit bis zum nächsten Mal! ‍

Herzliche Grüße und bis bald,

P.S. Nicht vergessen, du bist mit nichts als dem Vertrauen in das Leben in diese Welt geflutscht.

P.P.S. Wünschst du dir eine liebevolle Begleitung dafür, dein Leben in einem neuen Licht zu betrachten und all die Möglichkeiten zu entdecken, die es dir bietet? Dann schnappe dir gerne eines meiner kostenfreien Kennenlernegespräche. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam entdecken können!

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