In dieser Folge erfährst du:

Bei etwa sechzigtausend Gedanken täglich ist es ziemlich schwer – wenn nicht gar unmöglich alle Gedanken zu kontrollieren. Aber weißt du was, das ist auch gar nicht notwendig! Denn nur ein wunderbarer Gedanke reicht aus, um deinen unschönen Gedanken den Wind aus den Segeln zu nehmen und sie anschließend liebevoll anlächelst. Welcher wunderbare Gedanke das ist, erzähle ich dir in dieser Folge.

Shownotes:

Das Buch: „Ich und die Anderen“ von Matt Ruff findest du hier auf Amazon.

Du liest lieber? Hier ist der Text zur Episode:

Hallo und herzlich willkommen zum Podcast für wunderbare Gedanken. Mein Name ist Carina Schimmel und ich werde dir heute in dieser Folge etwas darüber erzählen, wie du es mit nur einem wunderbaren Gedanken schaffen kannst, dich nicht von deinen anderen Gedanken dominieren zu lassen.

Denn bei zirka 60.000 Gedanken am Tag kann da schon mal ein bisschen was aufkommen. Und häufig sind es ja jetzt auch mal nicht die schönsten Gedanken. Ich erinnere mich da zurück als ich meine Selbstständigkeit angefangen habe, 2014 war das im April. Ich hatte eine mega Angst, ganz ehrlich. Es war für mich so… Ich kam zu dieser Selbstständigkeit wie die Jungfrau zum Kind, das war eigentlich nicht meine Intention. Ich wollte wieder zurück in die Wirtschaft, allerdings in einer anderen Funktion. Habe mir dann aber sagen lassen, von jemandem von dem ich dachte er hätte Ahnung, dass er meinen Weg lediglich noch in die Selbstständigkeit sehen würde.

Und so bin ich halt einfach gegangen. Ich habe mir wahnsinnig viele Gedanken darüber gemacht: wie schaffe ich es? Wie schaffe ich das an Kunden zu kommen? Wie schaffe ich es, dass überhaupt irgendjemand von mir weiß? Wie gehe ich die Dinge an? Wie rede ich mit den Menschen? Welche Preise mache ich? Und und und. Es hat wirklich wirklich lange gedauert bis ich an einem Punkt angekommen war, wo ich tatsächlich in der Lage war, mein Geschäft zu betreiben.

Das hatte sehr sehr sehr viel mit meinen Gedanken zu tun. Da waren auch solche Gedanken wie: „Das was ich zu bieten habe, das ist vielleicht gar nicht so viel wert.“, „Ach was denken die denn, wenn ich dann auch noch Geld nehme?“. Diese Gedanken haben sich weitergesponnen. Nicht nur Gedanken über die Selbstständigkeit. Da sind auch solche lustigen Gedanken mit reingekommen wie zum Beispiel, dass mein Mann mich erst fragt, ob ich ihn heiraten möchte, wenn ich genug Gewicht verloren habe.
 
Du siehst, es waren auch sehr abstruse Gedanken darin und trotzdem haben es diese Gedanken geschafft, mein Weltbild zu lenken. Meine Sicht auf die Dinge zu lenken, so wie ich meine Welt, meine Realität gesehen habe. Und genau deswegen möchte ich dir heute in dieser Folge mal diesen einen wunderbaren Gedanken vorstellen, wie du es schaffen kannst, dass deine Gedanken einfach nicht so sehr auf dein Weltbild Einfluss nehmen können.
 
Und dazu ist mir, ich glaube gestern oder vorgestern ein Buch eingefallen, was ich mal gelesen habe schon vor vielen vielen Jahren. Es heißt „Ich und die Anderen“ von Matt Ruff. Ich stell dir den Link gerne auch in die Shownotes zu dieser Folge. In diesem Buch geht es um einen jungen Mann der eine multiple Persönlichkeitsstörung hat.
 
Und um trotzdem seinen Alltag und sein Leben bestreiten zu können, hatte seine Psychologin die Idee, dass er in seinem Geist ein imaginäres Haus errichtet, wo alle Persönlichkeitstypen wohnen können und jeder hat irgendetwas anderes zu tun. Es gibt da eine Tante Sam, die sehr gerne Kräutertee trinkt. Also wenn wenn Kräutertee getrunken wird, dann darf Tante Sam ans Steuer. Und dann gibt es einen kleinen Jungen, der mag so gerne Honigpopps. Wenn morgens Honigpopps gegessen werden, dann darf er ans Steuer und darf Honigpopps essen.

Und ja, so wie dieser Mann in dem Buch „Ich und die Anderen“ von Matt Ruff ein imaginäres Haus für seine Persönlichkeitstypen erstellt hat, kam es mir so vor, als würde ich ein Haus erstellen aus meinen Gedanken. Ja tatsächlich wirklich ein Gedankenschloss schon fast, wo es bestimmte Gedanken gibt, die einfach ein Fundament bilden und dann wiederum Gedanken die darauf aufbauen und wiederum Gedanken die auf diese aufbauen und so weiter und so fort. Und ich sitze in diesem Haus, in diesem Gedankenschloss und erlebe durch den durch den Spiegel, durch den Filter all dieser Gedanken die Welt. Das heißt, ich schaue hinaus durch die Fenster und durch meine Gedanken sehe ich ein bestimmtes Bild von der Welt da draußen ablaufen und manchmal kommen dann nette Nachbarn vorbei und winken. Das ist ein schönes Bild und dann kommen aber auch mal solche Dinge im Außen vorbei, die mich triggern.
 
Und das stelle ich mir in meiner Welt so vor, als würde da draußen ein Lkw vor dem großen Fenster vorbeifahren mit Leuchtreklame, sodass ich schon überhaupt gar nicht die Möglichkeit habe, an diesem Lkw mit der Leuchtreklame vorbeizuschauen, obwohl ich genau weiß dass es mich ärgert oder dass es mich triggert – sagt man ja so gerne, dass es irgendetwas mit mir macht, dass es einen Punkt trifft in meinem Haus. Einen Gedanken, der damit in Resonanz geht sozusagen. Das waren zum Beispiel in meiner Selbstständigkeit gerne diese Dinge wie ja Videos, wie du es schaffst ein sechsstellig Business zu schaffen nur ohne keine Ahnung, dass du irgendwas dafür tun müsstest oder was weiß ich wie diese ganzen Slogans alle heißen.

Oder sowas wie: Wie du eine Liste, also Newsletterliste generierst, die sofort verkauft. Von diesen Dingen hier spreche ich, die sind so in Leuchtreklame da vorne vorbei gefahren aber da waren natürlich auch solche Lkw wie… In meiner Familie bin ich wirklich so ein bisschen das exotische Schäflein und mache etwas was sonst niemand macht und die meisten verstehen einfach auch gar nicht so wirklich was ich mache und dass man damit auch tatsächlich noch Geld verdienen kann. Und ich habe mich immer wahnsinnig über diesen Satz aufgeregt, wenn es mal wieder zu einer Familienfeier kam und ich gefragt wurde: „Ja sag mal wo ist denn Jürgen?“ Jürgen ist mein Mann übrigens und ich dann gesagt habe: „Ja der ist auf Geschäftsreise oder der muss arbeiten.“, oder was weiß ich und dann eben häufig der Spruch kam: „Ja einer muss ja das Geld verdienen.“
 
Da sind mir sämtliche Haare zu Berge gestanden und ich war schon auf Anschlag, um gleich irgendwie los zu preschen und musste echt tief schlucken. Auch solche Dinge sind daran an meinem an meinem Haus an meinem Fenster vorbeigefahren. Der wunderbare Gedanke aber, der mir dabei hilft nicht von diesem Gedankenschloss, in dem ich ja auch heute noch oft genug drin sitze und mir die Welt so erkläre aber trotzdem mir von diesem Gedankenschloss nicht mein Leben dominieren zu lassen oder diktieren zu lassen oder meine Realität diktieren zu lassen, ist einfach der Gedanke: „Ich schaue lediglich aus dem Fenster.“ „Ich sitze lediglich hier und schaue aus meinem Fenster.“ Das ist alles. Genauso wie ich in der Lage bin, durch das Fenster zu schauen und schöne Dinge zu erkennen, so bin ich in der Lage auch Dinge zu erkennen, die mir nicht so gut tun. Aber immer, wenn ich das sehe jetzt, dann weiß ich: „Ich schaue nur durch mein Fenster.“ Es ist nichts Böses. Das ist nichts was mir irgendetwas Böses will, ich schaue nur durch mein Fenster.

Und diesen Gedanken, diesen wunderbaren Gedanken kann ich sogar noch weiter spinnen und kann sagen hey, ich kann mir einen Teil in diesem Gedankenschloss bauen, einen kleinen Anbau meinetwegen oder ich baue einen Teil um, aus schon bestehenden Gedanken mit Gedanken die mir guttun, wo ich genau weiß, dass ich durch dieses Fenster schaue, dann weiß ich alles ist gut. Alles ist gut und allein dieser Gedanke: „Ich schaue nur durch mein Fenster“ macht es für mich ruhig, lässt mich wirklich zur Ruhe kommen. Ich kann lächeln über diese Lkws mit der Leuchtreklame weil ich genau weiß, dass sie einfach wieder vorbeifahren und genau das war es, was ich dir mit dieser heutigen Folge mitgeben wollte.

Ich bin gespannt, ob dieser wunderbare Gedanke vielleicht auch dir hilft und würde mich total freuen, wenn du mir vielleicht einen Kommentar hinterlässt oder meinen Podcast abonnierst über iTunes oder Spotify und wo das überall geht und was so deine Vorlieben sind. Und mir vielleicht auch noch ein Like hinterlässt und wir uns dann wieder in der nächsten Folge hören bei meinem Podcast für wunderbare Gedanken. Mein Name ist Carina Schimmel und ich wünsche dir einen wundervollen Tag! Bis bald, mach’s gut.