Sie glänzen weder durch ihre Schönheit noch durch ihre Lieblichkeit. Sie hören sich auch nicht besonders vielversprechend und wohlwollend an und doch sind sie so mächtig. Häufig erreichen sie uns in einem schwachen Moment oder wenn wir besonders offen sind für alles, was gerade passiert.

Haben wir sie erst einmal wahrgenommen, ist es schwer sich ihnen wieder zu entziehen. Es ist wie mit einer schrecklichen Szene, die wir gar nicht sehen wollen und doch können wir unseren Blick nicht abwenden. So stark uns so anziehend ist ihre Wirkung auf uns.

Ich behaupte, dass jeder von uns sie bereits gehört hat und ihnen auch schon mehr als nur einmal verfallen ist.

Von wem ich da schreibe?

Ich schreibe von den Stimmen des Zweifels. Sie haben eine so unendliche Bandbreite an Möglichkeiten, wie sie in Erscheinung treten können. Mal zeigen sie sich als anklagende und verurteilende Über-Menschen, durch die wir uns in kürzester Zeit ganz klein fühlen, weil sie uns ganz gemein zurechtweisen.

Ein anderes Mal tarnen sie sich als wohlwollende Gefährten, die uns einen einfacheren Weg offenbaren wollen. Dafür müssen wir uns nur wieder auf dem altbekannten Weg einfinden, den wir im Zuge unseres Strebens nach Selbständigkeit und Selbstverwirklichung verlassen haben.

Sind wir erst wieder auf dem „richtigen“ Weg, wird alles viel leichter und wir können unser Leben wieder vollkommen friedvoll genießen.

Die Stimmen des Zweifels sind so verlockend wie Sirenen

Kennst du die Sirenen aus der griechischen Mythologie? Sie wollten Odysseus davon abhalten sein Ziel zu erreichen, indem sie ihn mit ihrem verführerischen Gesang betörten. Sie wollten ihn damit auf ihre Insel locken, um ihn nie wieder von dort weggehen zu lassen.

Fast wäre ihr Zauber erfolgreich gewesen, doch Odysseus wusste um die Gefahr, die von ihnen ausgeht und lies sich von seinen Gefährten an den Mast festbinden nachdem er ihnen Wachs in die Ohren geträufelt hatte.

Weißt du um die Gefahr der Stimmen des Zweifels?

Ein selbständiges Leben und Arbeiten verläuft nicht immer stetig nach oben. Wir durchleben Hochs und Tiefs. Wir gehen Risiken ein und manchmal zieht es uns den Boden unter den Füßen weg und wir haben das Gefühl in die Leere zu treten und zu fallen.

Diese Momente sind besonders gut geeignet, um den Stimmen des Zweifels Tür und Tor zu öffnen und sie auch noch herzlich willkommen zu heißen. Verpassen wir den Moment, in dem wir ihnen gerade noch so die Tür vor der Nase zuschlagen können, breiten sie sich sofort aus und legen sich über alles, wie ein unangenehmer Geruch, dessen Ursprung wir nicht kennen.

Aber damit nicht genug! Die Stimmen des Zweifels haben einen sehr mächtigen Verbündeten, den sie mit aufs Parket holen, sobald sich ihnen die Gelegenheit bietet.

Es ist die Angst des Versagens, die dann schleichend Einlass findet.

Sie ist wie ein Gift, das langsam aber stetig seine Wirkung entfaltet. Mit diesem Gift versucht sie dich zu lähmen, dich daran zu hindern weiter zu gehen und deine nächsten Schritte zu tun. Gemeinsam mit den Zweifeln hält sie dich fest in ihrem Bann und lässt dich glauben, dass alles, was du tust und bisher getan hast, nicht gut genug ist.

Sie zeigt dir jeden noch so kleinen wunden Punkt auf, an dem du ganz sicher erkennen kannst, dass du es auch in Zukunft nicht schaffen wirst. Und die Art und Weise wie sie mit dir sprichen, ist weit entfernt von wohlwollend und wertschätzend. Würde ein anderer Mensch so mit dir sprechen, würdest du ihm entweder mal gehörig die Meinung geigen oder ihn stehen lassen.

Den Stimmen des Zweifels und der eigenen Angst des Versagens aber hören wir ganz aufmerksam zu und wir glauben ihnen jedes Wort, solange wir in ihrem Bann stehen.

Sie sind wahre Künstler der Schwarzmalerei

Denn sie malen uns unsere Zukunft in den dunkelsten Tönen aus und verstehen es wie kaum ein anderer uns die Gefühle dieser Schwärze vollständig bewusst zu machen. Sie sorgen dafür, dass uns die Bilder, die sie erschaffen begleiten und uns immer mehr als Abschreckung dienen.

Am Ende wissen wir häufig nicht mehr, was noch richtig oder falsch ist und wissen nicht mehr ein noch aus. Wir erkennen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und haben keine Ahnung, wie wir das, was vor uns liegt jemals schaffen sollen.

Was aber willst du glauben?

Spätestens jetzt heißt es für dich handeln und zwar flott! Denn sowohl die Stimmen des Zweifels als auch die Angst des Versagens haben nur so lange die Macht über dich, wie du es zulässt. Gehst du in die Ohnmacht und überlässt ihnen das Feld, werden sie die Führung übernehmen und du lebst dein Leben fortan aus der Angst heraus.

Entscheidest du dich aber für die Macht – für deine Macht über dein Leben und deine Macht über dein Handeln – verlieren sie ganz schnell an Einfluss! Aber diese Entscheidung, kannst du nicht halbherzig treffen, denn so leicht lassen dich die beiden nicht los.

Es ist die Entscheidung für DICH und sie braucht deine gesamte Energie, dein ganzes Herzblut und deine ganze Überzeugung.

Erst dann hast du eine Chance gegen die beiden UND kannst möglicherweise sogar noch wichtige Erkenntnisse für dich gewinnen. Denn deine Zweifel und deine Angst sind schlaue Wesen! Sie sehen sehr genau hin und erkennen auf Anhieb, wo du noch nicht ganz in deiner Kraft bist, wo du selbst noch strauchelst und ins Wanken gerätst.

Du musst aber nicht warten, bis Angst und Zweifel diese Punkte entdeckt haben. Du kannst bereits im Vorfeld proaktiv sein und dafür sorgen, dass du gut in deiner eigenen Mitte und somit in deiner Kraft bleibst.

Hast du deine magische Mitte bereits gefunden?

Die magische Mitte, so nenne ich den Ort in uns selbst, an dem wir vollkommen in unserer Kraft sind und unsere Energie am höchsten ist – quasi dein Zuhause in dir.

Dass du in deiner magischen Mitte angekommen bist erkennst du daran, dass du:
  • in Verbindung mit deinem Traum bist, dir seine Verwirklichung Spaß und Freude bereitet und du dich nicht von den Zweifeln und der Angst bremsen lässt
  • ganz entspannt darüber sprechen kannst, wovon du tief in deinem Herzen träumst und überzeugt bist, auch wenn das vielleicht nicht jedem Menschen in deinem Umfeld gefällt
  • deine Grenzen setzen kannst ohne dabei ein schlechtes Gewissen oder gar Angst zu haben, andere damit vor den Kopf zu stoßen oder sie zu verletzen
  • dich selbst und deine Entscheidungen nicht mehr hinterfragst und dein Gefühl mit deinem Handeln und deinem Wirken zu 100 Prozent übereinstimmt
  • deinen Wert kennst und weißt, was dich besonders macht, anstatt dich an deinem außen zu orientieren und nach jedem Strohhalm zu greifen, weil du denkst noch nicht gut genug zu sein und Angst hast es nicht schaffen zu können
  • trotz Herausforderungen oder Unwegsamkeiten in deinem inneren Gleichgewicht bleibst und weiterhin kraftvoll Schritt für Schritt nach vorne gehen kannst.

Deine magische Mitte ist ein sehr kraftvoller Ort an dem du dich wie verzaubert fühlst. So als wärst du bereits dort angekommen, wo du hin willst. Hier in deinem inneren Zuhause haben weder die Stimmen des Zweifels noch die Angst des Versagens Macht über dich!

Was aber kannst du tun, wenn du aus deiner magischen Mitte gepurzelt bist und deine Zweifel und deine Angst das Regiment bereits übernommen haben?

Häufig spüren wir nicht den Moment, wo unsere Energie kippt. Also den Moment, in dem wir raus aus dem Vertrauen und rein in die Angst stolpern. Dass es wieder passiert ist, merkst du aber recht schnell, denn es fühlt sich einfach nicht mehr gut an und mit einem Mal wird wieder alles schwer.

Für diese Momente habe ich dir hier meine 5 wichtigsten Notfallhelferlein zusammengestellt:
#1: Atmen:

So einfach und banal es sich vielleicht anhören mag aber durch bewusstes ein- und ausatmen, durch das bewusste spüren deines Atems kommt du ganz leicht wieder in den Kontakt zu dir selbst.

Atme sanft ein und aus und spüre zuerst in deine Lunge auch bis nach hinten in deine Schultern. Und dann komme mit jedem Atemzug ein Stückchen tiefer, bis du schließlich nach unten in deinen Bauch atmest. Dass du dort angekommen bist spürst du daran, dass sich deine Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt.

#2: Beobachten:

Beobachte deine Gedanken ganz genau und schreibe sie dir sogar auf. Beleuchte sie ganz genau, denn so kannst du erkennen, welche Gefühle und Empfindungen sie in dir auslösen.

Dazu musst du wissen, dass unsere eigenen Gedanken meist die gemeinsten sind, vor allem weil wir ihnen so leicht vertrauen und sie für wahr halten. Wir urteilen und bewerten uns selbst so hart, dass wir damit den Zweifeln und der Angst quasi ein Einladungsschreiben zukommen lassen.

#3 Ruhe:

Dies ist sicher eine der schwersten Disziplinen, wenn du so ähnlich tickst wie ich. ;o) Aber gerade wenn wir aus unserer magischen Mitte gepurzelt sind, ist es wichtig innezuhalten und in die Ruhe zu gehen.

Zweifel und Angst verleiten uns dazu, immer mehr zu tun und uns immer schneller zu drehen und die ganze Energie, die wir dahinein stecken verpufft leider viel zu schnell, da sie nicht aus unserer vollen Kraft heraus entsteht. Es ist fast so, als würdest du ein Haus auf einem Fundament aus Sand bauen wollen. Es wird ganz sicher nicht lange stehen bleiben.

Nimm dir daher eine kleine Auszeit, die auch einmal mehrere Tage andauern darf und zwar ohne schlechtes Gewissen.

#4 Handle:

Wenn du in der Ruhe angekommen bist – sprich, wenn du ruhig atmen kannst, deine Gedanken dir bewusst sind und du dich selbst wieder spüren kannst, dann ist der Moment gekommen, ab dem du wieder ins Tun kommen kannst. Damit meine ich aber nicht, dass du gleich wieder ins Rödeln kommen sollst.

Tue als erstes etwas für dich! In einem alten Sprichwort heißt es: „Der Meister kümmert sich immer zuerst um sich selbst.“ Und so ist es auch für dich!

Du willst wirken und strahlen und andere Menschen unterstützen – was ganz wundervoll ist. Aber an erster Stelle stehst du selbst! Bist du in deiner Kraft und deiner Energie, dann kannst du aus deiner magischen Mitte heraus viel mehr bewirken, als beim Löschen von Strohfeuern überall um dich herum.

#5 Überprüfe:

Auch wenn ich diesen Schritt als Nummer 5 hier schreibe, ist es dennoch der Schritt, den du immer tun kannst auch zwischen oder mit den vorhergehenden Punkten.

Beim Überprüfen geht es darum, dass du vor jedem Schritt, den du tust überprüfst, aus welchen Motiven heraus du ihn tust. Willst du vielleicht etwas beweisen? Willst du mithalten mit anderen? Tust du es, weil man das so macht? Tust du es, weil du glaubst du musst?

Sei immer gut in der Kommunikation mit dir selbst und beantworte deine eigenen Fragen sehr ehrlich! Aber verurteile dich nicht für deine Antworten, sondern danke dir selbst, dass du diese Punkte ent- und aufdecken konntest. Denn nur so wirst du auf Dauer kraftvoll entscheiden und handeln können und dich zu dem Menschen entwickeln, der du in Zukunft sein willst.

Wie steht es denn mit deiner magischen Mitte? Bist du schon in ihr angekommen und handelst aus deiner ganzen Stärke heraus? Oder haben Zweifel und/oder Angst noch die Oberhand über dich?

Hinterlasse mir doch gleich hier einen Kommentar – ich freue mich von dir zu lesen!

Wenn du wieder oder noch tiefer in deine magische Mitte eintauchen und Zweifeln und Angst die Stirn bieten willst, dann melde dich zu meinem Online-Workshop Inner-Magic-Activation an!

Aber Achtung: dieser Workshop ist für die mutige Frau, die sich ihren inneren Grenzen offen stellen und die für sie wichtigen Schritte gehen will! Wenn du diese Frau bist, dann ist JETZT der richtige Zeitpunkt für dich deinen nächsten wichtigen Schritt zu tun!

Ich freue mich auf dich! <3

Liebste Grüße und bis bald,
Carina Unterschrift