Hast du dich das auch schon einmal gefragt? Wenn ich mal ganz genau auf meine Sätze achte, die ich über mich oder zu mir selbst sage, dann kommt dieses kleine Wörtchen „muss“ irgendwie ständig vor. Ich muss noch einkaufen gehen, ich muss noch die Wäsche aufhängen, ich muss mit dem Hund raus gehen, ich muss einen neuen Blogartikel schreiben.

Ich muss, ich muss, ich muss…

Es hat bereits Ende letzten Jahres begonnen. Ich hatte meinen Weihnachtswunder-Kalender fertig geplant und organisiert und dann ging es an die Umsetzung. Währenddessen habe ich noch einen Tageskurs und meinen ersten Onlinekurs geplant und ein neuer Blogartikel war auch noch in Planung. Alles, weil ich dachte, ich muss das machen.

Wenn ich im Onlinebereich selbstständig sein möchte, dann muss ich einen Onlinekurs haben. Wenn ich lokal 1:1 mit Menschen arbeiten will, dann muss ich Kurse anbieten. Und wenn ich mit meinen Newsletter-Lesern in Kontakt bleiben will, dann muss ich regelmäßig Blogartikel veröffentlichen.

Das Ende vom Lied war, dass ich so gut wie nichts mehr zustande gebracht habe. Ich habe mich schlichtweg übernommen – wieder einmal! Es ist ja nicht so, dass mir das nicht schon des Öfteren passiert wäre und ich es mittlerweile besser wissen müsste, nein nein.

Und doch sitze ich nun hier und schreibe diese Zeilen. Die Zeilen, in denen steht, dass ich es mal wieder geschafft habe mich selbst zu überlisten und wider besseren Wissens anders gehandelt habe.

Die „Ich bin nicht genug“ – Falle

Denn das ist genau mein Thema und vielleicht ist es ja auch dein Thema, wenn du jetzt diesen Artikel liest. Es ist mein Thema ständig das Gefühl zu haben, nicht gut genug zu sein. Denn das ist der Grund, warum ich mal wieder in meine eigene Falle getappt bin.

Immer wieder diese Anderen

Das Problem daran, mich nicht gut genug zu fühlen ist, dass ich schaue, wie andere es machen. Da sind dann die erfolgreichen Blogger mit ihren zig tausenden Newsletter-Abonnenten, die wöchentlich einen Artikel schreiben und auch noch die von anderen lesen, kommentieren und teilen. Dann sind da die erfolgreichen Online-Unternehmer, die es schaffen, dass jeder ihrer Kurse vom Fleck weg ausgebucht ist. Und dann sind da noch die erfolgreichen Coaches und Berater, deren Live-Seminare und Kurse ständig ausgebucht sind und deren Kalender immer voller Termine ist.

Und dann gibt es da mich.

Und in meinem Kopf gibt es dann diese Stimme, die mir immer wieder erklärt, dass auch ich das alles so machen muss, um erfolgreich zu werden. Was passiert also? Ich vergleiche mich mit diesen erfolgreichen Menschen. Dieser Vergleich hat zur Folge, dass ich meinen Fokus immer nur auf die Dinge ausrichte, die ich noch nicht geschafft habe und all das, was ich bereits geschafft habe wird dabei überhaupt nicht gewürdigt und wertgeschätzt.

Ende letzten Jahres haben ganz viele meiner Kollegen einen Jahresrückblick geschrieben und somit ihr Jahr gewürdigt. Ich habe keinen geschrieben und drei Mal darfst du raten warum – weil ich in meiner Definition nicht das erreicht habe, was ich wollte und somit quasi gar nichts geschafft habe. Dass das nicht stimmt, weiß ich auch. Und ich weiß auch, dass dieses Denken so bescheuert ist und es eigentlich verboten werden sollte, solche Gedanken überhaupt zu denken.

Die Gedanken sind frei – das hat auch Schattenseiten

Aber du weißt so gut wie ich, dass das nicht funktioniert und deshalb ist es umso wichtiger, dass du und ich diesen Gedanken entgegen wirken. Denn diese Gedanken bringen Gefühle mit sich. Was denkst du, wie schön es sich anfühlt, wenn ich denke, ich habe im letzten Jahr nichts erreicht? Es ist weit entfernt von angenehm und wundervoll, das kann ich dir schon mal sagen. Die Wahrheit ist, es fühlt sich so richtig gemein an und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch du diese Gefühle kennst, die mit solch doofen Gedanken einhergehen.

Kennst du schon Fuzzi?

Und diese Gedanken hören ja nicht im letzten Jahr auf, nein nein nein. Sie sind so nett und begleiten mich in das neue Jahr und zeigen mir sehr bildlich auf, was aus mir werden wird, wenn ich es in diesem Jahr auch wieder zu nichts bringe. Ein Seminarleiter hat diesen Gedanken mal einen Namen und ein Gesicht verliehen. Darf ich vorstellen, das hier ist „Fuzzi“:

Fuzzi

Fuzzi hat die Angewohnheit, bei solchen Gedanken sofort in die Bibliothek der ganz schlechten Filme zu laufen und sich den fiesesten und gemeinsten heraus zu suchen, um ihn mir dann vorzuspielen. Das ist ganz großes Kino, kann ich dir sagen, und es hat nichts mit ner Coke und Popcorn zu tun.

Aber, warum erzähle – oder besser gesagt – schreibe ich dir das Ganze überhaupt. Zeige ich denn damit nicht auf, dass ich gar nicht erst die Kompetenz besitze, dich dabei zu unterstützen, dass dir so etwas nicht mehr passiert und du nicht mehr ständig das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein?

Weil ich weiß, wie es ist

Ich denke nein, ganz im Gegenteil sogar. Denn ich weiß ganz genau wie es ist, wenn man sich selbst so fühlt. Ich weiß, was die Auslöser dafür sind. Ich weiß, wie sich diese Gedanken anfühlen. Ich weiß, wie sehr man manchmal im eigenen Umfeld auf Unverständnis stößt, weil es keiner nachvollziehen kann. Ich weiß wie schlecht man sich fühlt, wenn man sich immer mit Anderen vergleicht. Und ich weiß auch, wie es ist, wenn sich dann das Gefühl breit macht, ein „schlechterer“ Mensch zu sein als die Anderen, denen es besser gelingt als mir.

Was kannst du also tun, wenn es dir mal wieder so geht und du das Gefühl hast das, was du machst oder bis reicht nicht oder ist nicht gut genug?

Dafür habe ich ein paar kleine Tipps für dich zusammen gestellt:

Tipp #1:

Vergleiche dich nicht mehr mit anderen. Das hast so was von keinen Sinn und wie du oben lesen konntest, kann ich selbst ein echtes Lied davon singen. Kein Mensch ist gleich, jeder von uns ist einzigartig und besonders und auch jeder Mensch ist mit ganz eigenen Schätzen ausgestattet, die und wundervoll machen und die es zu entdecken gilt. Und aus diesem Grund macht es auch überhaupt keinen Sinn sich mit anderen zu vergleichen, denn niemand ist genau wie du und deshalb macht auch niemand die Dinge genau wie du.

Tipp #2:

Höre dir einen deiner Lieblingssongs an. Und zwar einen der dich sofort in eine gute Stimmung versetzt, weil er dich an eine tolle Situation oder ein tolles Ereigniss erinnert. Das distanziert dich schnell von deinen Gedanken und Musik hat den großen Vorteil, dass sie uns ganz schnell mit guten Gefühlen verbindet. Noch dazu ist das ziemlich einfach umzusetzen und dank Smartphones und Kopfhörern auch überall machbar.

Tipp #3:

Einfach mal tief durchatmen. Und damit es dir nicht langweilig wird beim Atmen und deine Gedanken weiter rattern, stellst du dir einfach vor, dass du zuerst tief in deine Lunge ein- und ausatmest. Dann stellst du dir vor, dass du tief in dein Herz ein- und ausatmest, wanderst dann weiter runter auf Magenhöhe und atmest dort, bis du schließlich in deinem Bauch auf Höhe deines Bauchnabels ankommst und dort hinein atmest. Um es dir besser vorstellen zu können, kannst du deine Hände immer auf die Stelle legen, in die du gerade atmest. Atmen beruhigt und du tust dir auch noch etwas Gutes damit.

Tipp #4:

Gehe in die Natur und mache einen schönen Spaziergang. Laufe ganz bewusst und spüre die Schritte, die du gehst. Jeder deiner Schritte führt dich dann ein Stück weiter weg von deinen Gedanken. Genieße die frische Luft und die Landschaft um dich herum.

Tipp #5:

Schreibe deine Gedanken auf. Wenn du sie aufschreibst, dann nimmst du sie quasi aus dir heraus und du bist dann nicht mehr so stark mit ihnen identifiziert. Wenn du sie da vor dir stehen siehst, dann frage dich, ob diese Gedanken wirklich wahr sind oder ob es Ausnahmen gibt, wo diese Gedanken nicht stimmen oder gestimmt haben. Was war zu dieser Zeit anders?

Tipp #6:

Frage deinen Körper, wie es ihm gerade geht. Wie fühlst du dich jetzt gerade in diesem Moment, wie ist dein Befinden? Ist dir warm oder kalt, spürst du irgendwo einen Druck oder einen Schmerz? Was braucht dein Körper jetzt? Ist es Ruhe oder vielleicht etwas zu Essen oder eine Umarmung?

Tipp #7:

Rufe deine beste Freundin an oder einen lieben Menschen, mit der/dem du darüber sprechen kannst und der/die dich versteht. Lass dich auf andere Gedanken bringen, triff dich mit ihr, geht einen Kaffee trinken oder oder…

Egal welchen dieser Tipps du dir rauspickst, das Wichtigste überhaupt ist, dass du nicht in diesen fiesen Gedanken stecken bleibst. Du hast die Macht über deine Gedanken und nicht umgekehrt, das darfst du deinem inneren Fuzzi gerne mal klar machen! Hau einfach mal auf den Tisch!

Und nun bist du wieder dran: Kennst du auch solche Gedanken, die sich dann einfach nur fies anfühlen? Hast du selbst schon Strategie entwickelt, wie du aus diesen Gedanken herauskommst?

Ich bin sehr gespannt und wie immer neugierig darauf, was deine Erfahrungen sind. Also hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar unter dem Artikel oder schreibe mir eine E-Mail auf kontakt@carinaseewald.de.

Ich freue mich darauf von dir zu lesen!

Ganz liebe Grüße und bis bald,

Carina Seewald

P.S. Vergiss nicht, dir heute noch etwas Gutes zu tun!
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